Magic Moments

Als aufstrebende Gemeinde, ist Marchtrenk bemüht, sich im internationalen Standortwettbewerb als Gastgeber der Wirtschaft zu profilieren. Doch wie schafft man es, so flüchtige Faktoren wie Arbeit, Kapital, Kaufkraft oder Wertschöpfung dingfest zu machen und auf die grüne Wiese zu stellen?

Mit ihrer „Magic Moments“-Tour entführen Fabian Faltin, Lukas Heistinger und Katie Horwich auf humorvolle Weise in die teils skurrile Welt des Standortmarketing. Klare Empehlung! Da die Plätze beschränkt sind muss man sich allerdings unbedingt anmelden.

Am Montag Abend sprechen wir dann mit dem Performer Fabian Faltin und der Marchtrenker Standortmarketerin Verena Leitner über den Wettbewerb von Gemeinden um Unternehmen und Arbeitsplätze. Gastgeberin ist Barbara Krennmayr.

  • Kepler Salon am Festival der Regionen Marchtrenk
  • Montag, 3.7.2017, 19.00 Uhr, Festivalzentrum
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Im Zwischenraum

Anja Westerfrölke beschäftigt sich mit institutionellen Räumen, die in Grenzbereichen errichtet werden. Die Grenze, an der wir nicht mehr hier und noch nicht dort sind, wird zum Ort der Sehnsucht, der Gefahr und Verteidigung, der Fragen und Konfrontationen. Im Zwischenraum lässt sie uns Menschen und ihre Sprachen erleben – und das Gefühl, weder hier noch dort zu sein, nachempfinden.

Am Sonntag sprechen wir mit Anja Westerfrölke über diese Zwischenräume. Die Pianistin und Exilforscherin Karin Wagner steuert noch einen anderen Blick auf einen Zwischenraum bei. Gastgeber ist Norbert Trawöger.

  • Kepler Salon Palaver am Festival der Regionen in Marchtrenk
  • Sonntag, 2. Juli, 15 Uhr, Festivalzentrum

Vorsicht Toleranz!

Samstag, 1. Juli, 15 Uhr, Festivalzentrum
Palavern zum Festivalauftakt: Vorsicht, Toleranz!

Zum Festivalauftakt wird der Philosoph Thomas Mohrs über “Toleranz” palavern, pardon philosophieren!

Thomas Mohrs wurde 1961 in Koblenz geboren. Nach einer Verwaltungsausbildung studierte er Philosophie, Politikwissenschaft und Geschichte an der Universität Passau, wo er auch zum Dr. phil. promovierte und sich für das Fach Philosophie habilitierte. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der Praktischen Philosophie: Allgemeine und Angewandte Ethik, Politische Philosophie (Philosophie der Interkulturalität und Globalisierung) und Philosophische Anthropologie (mit Fokus auf der Evolutionären Anthropologie) gehören zu seinen Forschungsgebieten. Er ist Professor an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich in Linz und Dozent am Zentrum für Gastrosophie an der Universität Salzburg. Mohrs lebt seit 1985 in Österreich und ist Vater von vier Kindern.

Gastgeber ist Norbert Trawöger

Das Palavern

Kepler Salon Extern
Palaver am Festival der Regionen

Der Kepler Salon verlässt für die Zeit des Festivals seine Linzer Heimat, um Gastgeber für ein sechsteiliges „Palaver“ beim Festival der Regionen zu sein. Der Salon nimmt dessen Programm zum Anlass, Fragen an die Künstlerschaft zu stellen, in kritischen Diskurs mit ihnen zu gehen, mögliche Antworten zu finden und weitere Fragen aufzuwerfen. Es werden aktuelle Fragestellungen zu den jeweiligen Themenbereichen erörtert und neben den Künstlerinnen und Künstlern gebetene Gäste aus verschiedenen Disziplinen eingeladen, um die Blickwinkel zu vertiefen oder auch zu wechseln. Als Gastgebende fungieren Barbara Krennmayr und Norbert Trawöger.


Samstag, 1. Juli, 15 Uhr, Festivalzentrum
Palavern zum Festivalauftakt: Vorsicht, Toleranz!

Zum Festivalauftakt wird der Philosoph Thomas Mohrs über “Toleranz” palavern, pardon philosophieren!

Thomas Mohrs wurde 1961 in Koblenz geboren. Nach einer Verwaltungsausbildung studierte er Philosophie, Politikwissenschaft und Geschichte an der Universität Passau, wo er auch zum Dr. phil. promovierte und sich für das Fach Philosophie habilitierte. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der Praktischen Philosophie: Allgemeine und Angewandte Ethik, Politische Philosophie (Philosophie der Interkulturalität und Globalisierung) und Philosophische Anthropologie (mit Fokus auf der Evolutionären Anthropologie) gehören zu seinen Forschungsgebieten. Er ist Professor an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich in Linz und Dozent am Zentrum für Gastrosophie an der Universität Salzburg. Mohrs lebt seit 1985 in Österreich und ist Vater von vier Kindern.

Gastgeber ist Norbert Trawöger


Sonntag, 2. Juli, 15 Uhr, Festivalzentrum
Im Zwischenraum

Anja Westerfrölke beschäftigt sich mit institutionellen Räumen, die in Grenzbereichen errichtet werden. Die Grenze, an der wir nicht mehr hier und noch nicht dort sind, wird zum Ort der Sehnsucht, der Gefahr und Verteidigung, der Fragen und Konfrontationen. Die Pianistin und Exilforscherin Karin Wagner steuert noch einen anderen Blick auf einen Zwischenraum bei.

Karin Wagner studierte Klavier am Bruckner Konservatorium Linz und an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien; dort Diplomprüfung mit Würdigungspreis der Republik Österreich. Sie lehrt Klavier und klavierdidaktische Fächer an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Konzerttätigkeit als Kammermusikerin, rege Tätigkeit als Dozentin im In- und Ausland. Doktoratsstudium mit Dissertationsgebiet Musikwissenschaft und dem Zweitfach Zeitgeschichte. Forschungsaufenthalte in Los Angeles. Publikation der ersten deutschsprachigen Biographie zum Exilkomponisten Eric Zeisl „Fremd bin ich ausgezogen“ (2005, Czernin) und der Briefedition zu Zeisl „…es grüsst dich Erichisrael“ (2008, Czernin), Folgepublikationen zum Themenfeld. Referentin bei Internationalen Wissenschaftlichen Konferenzen und Symposia. Für ihre wissenschaftliche Tätigkeit wurde Karin Wagner 2012 mit dem Elfriede Grünberg Preis ausgezeichnet.

 

Als Künstlerin beteilige ich und ich verursache.

Anja Westerfrölke arbeitet mit Textilien und neuen Medien. Mit Hilfe von Zeichnungen/Objekten/Rauminstallationen hat sie ein Verständnis von Kunst als Kommunikation und Kooperation entwickelt, das sie in ihren Arbeiten und im Unterricht anwendet. Ihr Interesse richtet sich auch auf Archive, auf kulturelle Praktiken und was die Felder der künstlerischen Produktion und der wirtschaftlichen Notwendigkeit gemeinsam haben.

Für Ausstellungen in öffentlichen Kunstinstitutionen und in Situationen, die sich auf einen speziellen Ort beziehen, verwendet sie Raum, Performance, Video, www, Text und Textilien. In Osnabrück (Deutschland) geboren, lebt und arbeitet Anja Westerfrölke in Linz (Österreich). Sie reist viel und entwickelt ihre Fähigkeiten und Praktiken in verschiedenen Arbeitssituationen. Ihre Arbeiten wurden in Österreich und im Ausland gezeigt.

Gastgeber ist Norbert Trawöger


Montag, 3.7.2017, 19 Uhr
Was steht auf einem Standort?

Als aufstrebende Gemeinde, ist Marchtrenk bemüht, sich im internationalen Standortwettbewerb als Gastgeber der Wirtschaft zu profilieren. Doch wie schafft man es, so flüchtige Faktoren wie Arbeit, Kapital, Kaufkraft oder Wertschöpfung dingfest zu machen und auf die grüne Wiese zu stellen?

Fabian Faltin lebt und arbeitet als Performer, Autor und Artistic Investigator in Wien und Pixendorf. Zuletzt reüssierte er beim Festival der Regionen mit „Excellence in Ebensee“, und sorgte im Tullnerfeld (NÖ) mit dem Kulturschuppen Pixendorf für Furore. Er ist Autor von zwei Romanen (Gute Macht, 2010; Sag ja zu Österreich, 2013; Milena Verlag), ORF III Artist in Residence 2017, und Gewinner des Ö1 Kurzhörspiel-Wettbewerb (2014). 2012 erhielt er das BMUKK Literatur Start-Up Stipendium, und erzielte bereits 2016 einen einmaligen operativen Jahresumsatz von 10,000+.
Aufgabenbereich beim Projekt am Festival: Konzept, Research, Performance und Projektleitung
Projekt „Magic Moments in Marchtrenk“: Fabian Faltin, Lukas Heistinger, Katie Horwich, Agnes Hvizdalek

Verena Leitner (Standortmarketing Marchtrenk) Geboren in Salzburg in eine Handwerkerfamilie sammelte ich nach Abschluss der HTL in Steyr meine ersten Handelserfahrungen bei internationalen Großkonzernen. Die sehr vielfältigen Aufgabenbereiche wie Projektierung und Umsetzung von Großeröffnungen, Mitarbeitercoaching, Filialleitung, Entwicklung und Umsetzung von Marketingprojekten stellen die Basis meiner umfangreichen beruflichen Kompetenzen dar.Eine gesunde Portion Hausverstand, Menschlichkeit, Diplomatie und Einsatzbereitschaft sind mein perfektes Rüstzeug für meine spannende Tätigkeit im Standortmarketing Marchtrenk. Nach dem Motto: „Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die Einen Mauern, ich baue Windmühlen“ lebe und schätze ich meinen vielseitigen Aufgabenbereich hier im Standortmarketing.

Gastgeberin ist Barbara Krennmayr


Freitag, 7. Juli, 15 Uhr, Festivalzentrum
Heimat und andere Ländereien

Jenseits von Kategorisierungen und Schubladendenken machen Sons of Sissy ihrem Namen alle Ehre: Sie gebärden sich mal als schräges Volksmusikquartett, mal als experimentell verspielte Ritualtanzcombo und brechen radikal und humorvoll traditionelle männliche Rollenbilder im Brauchtum auf. Auf dem Podium diskutieren Simon Mayer (Sons of Sissy) und Elisabeth Mayr-Kern (Volkskultur – Landeskulturdirektion)

Dr. Elisabeth Mayr-Kern
Direktion Kultur – Gruppenleitung Öffentlichkeitsarbeit, Vermittlung
Öffentlichkeitsarbeit Direktion Kultur; Chefredaktion
Oö. Kulturbericht; Weiterentwicklung der Dachmarke „OÖ. Kultur“ in Zusammenarbeit mit den Kultureinrichtungen des Landes; Umsetzung Medientransparenzgesetz im Kulturressort.
Projektleitung bei kulturpolitischen Initiativen, Strategien und Veranstaltungen des Landes Oberösterreich; regelmäßige Berichterstattung an den Oö. Landtag zur Umsetzung des Oö. Kulturleitbildes; Oö. Kulturförderungsgesetz; Konzeption zentraler kulturpolitischer Reden des Kulturreferenten; Entwicklung und Umsetzung der Kulturstudien des Landes.

2013 interimistische Leitung des Referats Kunstsammlung
Leitung und Mitwirkung in Sonderprojekten
(z.B. Organisationsanalyse Oö. Landesmuseum)
Steuerung der Creative Region Linz&Upper Austria GmbH, eines Unternehmens der Innovationsholding des Landes Oberösterreich, in Abstimmung mit der Stadt Linz
Generalsekretärin Oö. Forum Volkskultur

Gastgeber ist Norbert Trawöger


Samstag, 8.7.2017, 15 Uhr
Gartenpolitik – ein politischer Streit

Die lokalen Praktiken des Gartelns bilden die Anregung für einen politischen Streit über die Machtverhältnisse in Gärten – und in der Gesellschaft. In Kurzfilmen portraitiert das KünstlerInnenkollektiv Club Real drei Marchtrenker Gärten und ihre BesitzerInnen. Die Gärten werden dabei als Mikrostaaten betrachtet, mit eigenem Grenzregime, Asylpolitik, Regeln für das Zusammenleben von (menschlichen und nicht menschlichen) Lebewesen und dem entsprechenden Umgang mit „ungebetenen Gästen“.

Am Podium sprechen die Soziologin Christine Plaimauer und Friedrich Schwarz, Leiter des botanischen Gartens mit Club Real und den GartenbesitzerInnen.

Christine Plaimauer Ausbildung: Lehramt für Deutsch und Bildnerische Erziehung, Studium Soziologie, Supervision und Coaching (n:ÖAGG), Professorin an der Pädagogischen Hochschule in den Bereichen: Pädagogische Soziologie, Kasuistik, Motivation, Stressoren und Saluto Genese, Gesprächstechniken, Beratung, wissenschaftliches Arbeiten, sowie Forschung und Entwicklung der Lehre. Leitung des Zentrums „Zille“ (Zentrum für innovative Lehr- und Lernformen), freiberuflich tätig als Autorin, Supervisorin und Keramikerin und ;-): begeisterte Hobbygärtnerin, Auszeichnung des Landes NÖ: Naturnaher Garten.

Friedrich Schwarz (geboren 1957) studierte zunächst Biologie und Lehramt für Erdwissenschaften, anschließend Botanik und Zoologie an der Universität Wien. Er promovierte 1991 mit einer Arbeit über Eigenheiten der Vegetation am Donaudurchbruch zwischen Engelhartszell und Aschach. Seit 1982 ist Friedrich Schwarz Stadtbiologe in Linz und organisierte unter anderem die Kartierung der Biotope im Linzer Stadtgebiet. 1990 wurde er Bezirksbeauftragter für Natur- und Landschaftsschutz. 1998 übernahm er die Abteilungsleitung in der Naturkundlichen Station; nach einer organisatorischen Zusammenlegung kam die Leitung des Botanischen Gartens hinzu. Als Chefredakteur der Zeitschrift ÖKO.L gehören Stadtökologie, Naturschutzpraxis und Naturvermittlung zu den Spezialgebieten von Friedrich Schwarz.

Gastgeberin ist Barbara Krennmayr


Sonntag, 9.7.2017, 15 Uhr
Das Fernweh der Dinge

Der Kulturanthropologe und Künstler Robin Klengel spricht über Willhaben.at und Mensch-Ding-Beziehung im digitalen Zeitalter.

Robin Klengel, MA (geb. 1988) ist Kulturanthropologe und Künstler. Er studierte Volkskunde und Kulturanthropologie in Graz und Berlin. In seinen Forschungen setzt er sich künstlerisch-wissenschaftlich mit den Bedeutsamkeiten von Räumen, Materialien und Dingen auseinander. Zuletzt arbeitete er über den Griesplatz in Graz. In der aktuellen Ausgabe des Magazins „Tortuga“ gestaltete er die Ausgabe „Körperdinge“. Robin Klengel lebt und arbeitet in Graz und Wien.

Gastgeberin ist Barbara Krennmayr